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Erfolgreiche Spendensammlung für Japan

Helfer des Stuttgarter Roten Kreuzes und japanische Bürger, die in Stuttgart arbeiten, studieren und leben, haben am 19. März 2011 den ganzen Tag rund um den Schlossplatz gemeinsam Spenden für das Japanische Rote Kreuz gesammelt.

Am Ende des Tages konnte die beachtliche Spendensumme von 15.586,04 € gezählt werden. Dieser Betrag und weitere Spenden werden zweckgebunden dem Japanischen Roten Kreuz für dessen Hilfsaktionen im Katastrophengebiet zugeleitet.


Das Rote Kreuz in Japan hat große Erfahrung in der Katastrophenhilfe und weiß genau, was die Opfer dieser Katastrophe am dringendsten brauchen. Die in Stuttgart gesammelten Spenden werden in der Soforthilfe, im Wiederaufbau und in der Katastrophenvorsorge eingesetzt.

Thomas Laubstein, Leiter des Kreisauskunftsbüros (Suchdienst) des Stuttgarter Roten Kreuzes, und seine japanische Ehefrau, Mayumi Laubstein, hatten die Initiative für die Sammelaktion ergriffen und diese binnen weniger Tage auf die Beine gestellt. Ein Team von 66 Personen, freiwillige Rotkreuzhelfer und etliche Japaner, haben sich an der Aktion beteiligt.

Das Japanische Rote Kreuz leistet seit Beginn der Katastrophe Tag und Nacht Hilfe für die Opfer. Es geht um die Versorgung der Überlebenden. Die, die alles verloren haben, brauchen ein Dach über dem Kopf. Es sind über 2.500 Sammelunterkünfte in Schulen und Sporthallen zu betreuen. Die Menschen brauchen Wasser, Nahrung, Kleidung, Schlafplätze und nicht zuletzt auch Trost und Beistand. Auch der Nachschub von Hilfsgütern und Nahrungsmitteln und Wasser ist mancherorts schwierig.

Das Japanische Rote Kreuz hat 55.000 Mitarbeiter und zwei Millionen freiwillige Helfer im ganzen Land. Es kümmert sich um Zehntausende von Evakuierten in den Notunterkünften. Ihm stehen rund 2.400 Krankenschwestern und -pfleger, die in psychosozialer Betreuung ausgebildet sind, über 400 mobile medizinische Teams mit 7.000 Fachkräften, Ärzten und Schwestern zur Verfügung. Über 700 Mediziner sind im Katastrophengebiet im Einsatz und werden ständig aus dem Pool von 7.000 Spezialisten ausgetauscht. Das Japanische Rote Kreuz betreut Evakuierte aus der verstrahlten Zone rund um den Reaktor Fukushima.

Das Deutsche Rote Kreuz bittet ausschließlich um Geldspenden. Nach Japan, rund 9000 Kilometer entfernt, wären die Transportkosten von Sachspenden enorm. Daher ist es effizienter, Hilfsgüter in der Region zu beschaffen und dann auf deutlich kürzerem Weg ins Katastrophengebiet zu transportieren.
 
Deutsches Rotes Kreuz - Spendenkonto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00)
Stichwort: Tsunami 2011
Online unter: www.drk.de/spenden
Charity-SMS: SMS mit DRK an die 81190 senden und mit 5 Euro helfen.

26. März 2011 19:54 Uhr. Alter: 332 Tage